Nach den Brandenburger Kongressen der Jugendarbeit 2011 in Frankfurt (Oder) und 2014 in Senftenberg findet der 3. Kongress der Jugendarbeit 2017 in Potsdam statt. Der Kongress ist eine Veranstaltung von sozialpädagogischen Fachkräften für sozialpädagogische Fachkräfte.
Das Ziel ist es, neben dem Fachaustausch unter Kolleginnen und Kollegen die Vielfalt und die Pluralität der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in Brandenburg aufzuzeigen und damit die Stärkung des Handlungsfeldes im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Erwartungen und Interessenvertretung für junge Menschen zu erreichen. Er will Impulse für die Arbeit der in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit Tätigen in Brandenburg geben.
Der Fachkongress bietet über 70 Fachforen, Vorträge, Workshops und Projektpräsentationen. Darüber hinaus gibt es eine Fachmesse ("Markt der Möglichkeiten"), in denen Methoden, Theorien, gute Praxisbeispiele oder ein „Blick über den Gartenzaun“ zu den Themenbereichen „Gesellschaft“, „Haltung“, „Vielfalt“ und „Rahmenbedingungen“ vorgestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Themen". Die Einzelnen Workshops können Sie unter "Get in Contact" einsehen.

Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 400 begrenzt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit fördern die Toleranz, Solidarität und Vielfalt. Sie begleiten und unterstützen junge Menschen in ihrer Entwicklung zu einer sozial und demokratisch denkenden und handelnden Persönlichkeit. Sie ist dann parteiisch, wenn es um die Vertretung von Interessen der jungen Menschen und ihrer Belange geht.

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit fördern die Chancengerechtigkeit für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf, die Integration von Minderheiten und von jungen Menschen ohne qualifizierten Schulabschluss. Sie stärken das ökologische und politische gesellschaftliche Engagement und fördern das Bewusstsein für die Mitverantwortung Jugendlicher für die Entwicklung der Demokratie sowie für die Sicherung und demokratische Ausgestaltung des Friedens, der Freiheit und der sozialen Gerechtigkeit. Diese Werte, für die die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit stehen und die sie jungen Menschen vermitteln, machen ihren wichtigen gesellschaftspolitischen Auftrag deutlich.

Die Repolitisierung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und ein gesellschaftskritischer Blick auf die Entwicklungen sind in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in Brandenburg langsam (wieder) am Erwachen. Sowohl in jugendpolitischen Bezügen, als auch im praktischen Tun und Handeln der sozialpädagogischen Fachkräfte muss dieser Trend gefördert werden, um sich stärker politisch, integrativ und demokratisch aufzustellen und deutlich zu machen, warum das notwendig ist.

Fachkräfte brauchen ganz individuell, ganz persönlich Orientierung, Sicherheit, Selbstvergewisserung. Orientierung und Sicherheit, um eine eigene Haltung entwickeln zu können. Die Grundfrage lautet: Wie kann ich meine eigene Haltung offensiv und selbstbewusst anderen gegenüber vertreten, auch jungen Menschen gegenüber, mit denen ich tagtäglich arbeite.

Sie, die sozialpädagogischen Fachkräfte in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, auf diesem Weg zu unterstützen und zu begleiten, ist eines der Ziele dieses 3. Kongresses der Jugendarbeit. Mehr als 65 Vorträge, Fachforen, Workshops, Projektpräsentationen und der „Markt der Möglichkeiten“ laden Sie dazu ein, aktuelle Konzepte, Herausforderungen und Perspektiven der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Land Brandenburg zu diskutieren. Der Kongress soll dem Erfahrungsaustausch zwischen Kolleginnen und Kollegen dienen und wichtige Impulse für Ihre Arbeit setzen.

Ich danke den Organisatorinnen und Organisatoren sowie allen, die eigene Themenvorschläge eingebracht haben, für die Vorbereitung dieses größten Fachkongresses für die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Land Brandenburg. Ich wünsche Ihnen zwei interessante Tage und spannende Diskussionen!

Ihre Britta Ernst
Ministerin für Bildung, Jugend und Sport
des Landes Brandenburg

Britta Ernst
Ministerin für Bildung, Jugend und Sport
des Landes Brandenburg

Foto: © Axel Schön