Programm Cottbus

Angst vor dem Kohleausstieg?!
1.13 – Wandel – Workshop – 26.08.2021 – 12:00 Uhr (90 min)
Stefan Schurmann – Humanistisches Jugendwerk Cottbus e. V.
Das Thema ist im gesamten Land Brandenburg zurzeit sehr aktuell. Die Diskussionen/Aussagen, die damit einhergehen, sind viel zu oft von falschen Tatsachen geprägt. Das führt leider dazu, dass sich negative Vorurteile und Stereotypisierungen nicht abbauen, sondern teilweise sogar verstärken. Zur Verwirklichung nachhaltiger Entwicklungsprozesse soll den Teilnehmenden Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Entwicklung vermittelt werden. Das heißt, dass sie durch die vorgestellten Methoden, Fähigkeiten und Wissensbestände erwerben, die Veränderungen im Bereich des ökonomischen, ökologischen und sozialen Handelns möglich machen.

Jugendarbeit und Unternehmensengagement: Vorurteile überwinden, Chancen nutzen
1.14 – Innovation – Workshop – 26.08.2021 – 12:00 Uhr (90 min)
André Koch-Engelmann – UPJ e. V. – Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR
Immer mehr Unternehmen engagieren sich für das Gemeinwesen. Insbesondere das Engagement für junge Menschen steht hoch im Kurs. Organisationen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind die Experten für die Lebenslagen und Bedürfnisse dieser Generation. Sie haben Wissen, Erfahrungen, Zugänge, fachliches und methodisches Know-how und wären damit die perfekten Partner für engagierte Unternehmen. Als Spender sind Unternehmen den meisten gemeinnützigen Organisationen willkommen. Echte Partnerschaften und Kooperationen mit Unternehmen sind jedoch noch immer die Ausnahme. Dabei könnten neue Formen der Zusammenarbeit und der geteilten Verantwortung innovative Lösungen ermöglichen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Anhand von zwei Praxisbeispielen sollen die Chancen solcher Kooperationen erörtert werden.

Unterschiedliche Formate in der Internationalen Jugendarbeit und deren Fördermöglichkeiten
1.15 – Vergewisserung – Workshop – 26.08.2021 – 12:00 Uhr (90 min)
Jana Köstel, Die Brücke e. V.; Wenke Harnack, Amt Brück; Anne-Laure Leroy, JBZ Blossin e. V.
Der Workshop ist eine Kooperationsveranstaltung mit den Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für Wielkopolskie/Großpolen und für die Jugendkooperation im Ostseeraum, der Euroregion Pro Europa Viadrina sowie den an der Netzwerkgruppe „Grenzüberschreitende Jugendmobilität“ beteiligten Trägern. Der Workshop richtet sich unter anderem an Einsteiger in die internationale Jugendarbeit und soll motivieren und Mut machen, eigene grenzüberschreitende Jugendbegegnungen auszuprobieren. Es werden drei verschiedene Formate (deutsch-französische Präsenzbegegnung des Jugendbildungszentrums Blossin und dem Jugendclub in Groß Köris, deutsch-litauische Online-Begegnung mit Jugendlichen aus der Gemeinde Nuthetal und dem Amt Brück, digitales Workcamp des Jugendfreizeitzentrums Pegasus in Senftenberg) der Internationalen Jugendarbeit und deren Förderung vorgestellt. Die Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für Wielkopolskie/Großpolen und für die Jugendkooperation im Ostseeraum stellen ihre Arbeit vor, helfen bei der Partnersuche und der Durchführung von Projekten. Die Zentralstellen für den deutsch-polnischen und deutsch-französischen Jugendaustausch informieren über Fördermöglichkeiten. Folgende Fragestellungen stehen dabei im Vordergrund: Wie findet man Partner:innen? Wie hat man sich kennengelernt? Wie hat man das Programm erstellt? Wie hat man die Begegnung finanziert?

Radikalisierungsprävention im virtuellen Raum am Beispiel von Polizeifeindlichkeit
2.13 – Wandel – Workshop- 26.08.2021 – 14:30 Uhr (90 min)
Martin Hampel, Saskia Schindler – Stiftung SPI, Projekt Fortbildung, Austausch, Netzwerk Berlin-Brandenburg
Virtuelle Lebenswelten haben sich in den vergangenen Jahren vielseitig entwickelt und sind Teil des alltäglichen Lebens und der Arbeitswelt vieler Menschen geworden. Gleichzeitig können sie Orte für Radikalisierung, Propaganda extremistischer Gruppierungen sowie Hate-Speech (Hass-Reden) sein. Gerade im Bereich unterschiedlichster Radikalisierungsphänomene ist eine auf die Stärkung der Medien- und Internetkompetenzen ausgerichtete Präventionsstrategie, die Angebote mit zielgruppengerechten Ansprachen und attraktiven, demokratiebefürwortenden Narrativen verbindet, wichtiger Teil der Radikalisierungsprävention. Am Beispiel des „Feindbildes Polizei“ sollen sowohl politische und gesellschaftliche Fragen lebensweltnah verhandelt, als auch Ungleichwertigkeitsideologien und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit thematisiert werden. Somit wird zu einer Entpolarisierung politischer Einstellungen, kritischen Reflexion von Feindbildkonstruktionen und zum Erlernen eines demokratisch geführten Diskurses inner- wie auch außerhalb des Internets beigetragen.

„Blick über den Gartenzaun”: Europa konkret – Wie Brandenburgs Jugendliche den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit im Ostseeraum mitgestalten können
2.14 – Innovation – Projektpräsentation – 26.08.2021 – 14:30 Uhr (90 min)
Christopher Lucht, Perspektive Europa; Kooperationsveranstaltung: Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg – Nachbarschaftsbeauftragter des Landes Brandenburg für die Jugendzusammenarbeit im Ostseeraum
2020 wurde vom Ministerium der Finanzen und für Europa ein Partnerschaftsbeauftragter für die Jugendzusammenarbeit im Ostseeraum ernannt, um „mehr Ostsee nach Brandenburg“ zu bringen und umgekehrt „mehr Brandenburg in die Ostseeregion“. Denn Brandenburg verfügt als Mitglied in verschiedenen grenzüberschreitenden Netzwerken in der europäischen Großregion Ostseeraum über ausgezeichnete Kontakte. Diese können über den Partnerschaftsbeauftragten von Jugendlichen, Bildungsstätten und Jugendverbänden genutzt werden, um sich auf Ostsee-Ebene mit ihren Bedarfen, Wünschen und Kompetenzen in die Zukunftsgestaltung einzumischen. Inhaltlich geht es im Kern um die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele in den Ostseeanrainer-Regionen, also um Umweltschutz und Klima. Aber auch um kulturelle Vielfalt und Identität, soziale Belange wie LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) sowie um Kreislauf-Wirtschaft und nachhaltigen Tourismus. Junge Brandenburger:innen können hier den gesellschaftlichen Wandel zeitgemäß und grenzüberschreitend mitgestalten.

Chancenpatenschaften: Auf Augenhöhe von- und miteinander lernen
2.15 – Innovation – Projektpräsentation – 26.08.2021 – 14:30 Uhr (60 min)
Svenja Baumgärtner, Regionalmanagement – Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg e. V.
Die Chancenpatenschaften sind ein Projekt, das im Rahmen des Programms „Menschen stärken Menschen“ vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Chancenpatenschaften ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, sich in Tandems gegenseitig zu fördern, gemeinsam Erfahrungen zu machen und zu lernen. Der Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg e. V. (lsfb) fördert dieses Angebot in Berlin und Brandenburg. Worin besteht eine Chancenpatenschaft? Für eine Umsetzung der Patenschaften-Projekte zwischen gleichaltrigen Kindern/Jugendlichen (4 bis 27 Jahre) sind alle Ideen willkommen: Eine Bewilligung von Fördermitteln orientiert sich am individuellen Bedarf vor Ort. Es geht nicht um ein „besser werden“ der geförderten Kinder, sondern darum, gemeinsam mit einem anderen Kind bzw. einer/einemJugendlichen innerhalb eines Chancenpatenschaften-Projektes etwas zu schaffen/zu erleben und über den eigenen Tellerrand zu schauen (Blumenbeete bepflanzen, Rezepte erarbeiten, etwas malen, bauen, tanzen, basteln, spielen, Sport machen, Pfadfinder sein, Müll- oder Klimaexpertin bzw. –experte werden). Unsere Abwicklung versuchen wir so unbürokratisch wie möglich zu halten, damit Sie mehr Zeit für die Umsetzung der Projekte und Ihre anderen Aufgaben haben.

Jugend gerecht werden! Gelingensbedingungen für Jugendgerechte Kommunen
3.13 – Wandel – Fachforum – 26.08.2021 – 16:15 Uhr (90 min)
Heidi Schulze, Nils Rusche – jugendgerecht.de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik
Der 15. Kinder- und Jugendbericht beschreibt die Kinder- und Jugendarbeit als wichtigen Bestandteil der freiheitlichen, kommunalen Infrastruktur und als unentbehrliche Akteurin für eine jugendgerechte Gesellschaft. Die kommunale Jugendarbeit hat den Anspruch, ihre jeweiligen Wirkungsfelder vielfältig, demokratisch und mit dem Ziel eines wirksamen Miteinanders zu gestalten. Der Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit setzt die Einbettung in kommunale Prozesse voraus. Damit die Interessen und Bedarfe von Jugendlichen in den kommunalpolitischen Blick rücken, müssen Akteurinnen und Akteure innerhalb eines Sozialraums gemeinsam mit jungen Menschen und ihren Interessensvertretungen Diskursräume auf Augenhöhe gestalten. Kommunale Jugendarbeit unterstützt diesen Prozess, auch damit politisch Verantwortliche die Beteiligung von Jugendlichen gewährleisten. Jugendarbeit schafft zudem Räume, in denen junge Menschen sich entfalten können und möglichst keine strukturellen Ausgrenzungs- oder Ungleichheitserfahrungen erleben. Entscheidend sind jedoch die strukturellen Rahmenbedingungen genauso wie das Handeln und die Haltung von Politik, Verwaltung und anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren vor Ort. In der geplanten Session soll nach der Präsentation der vielfältigen Gelingensbedingungen für jugendgerechte Kommunen der Raum für einen gemeinsamen Diskurs zur Rolle der Jugendarbeit in diesen Prozessen genutzt werden. Wie können diese Impulse vor Ort aufgegriffen werden? Welche Herausforderungen kann es geben? Welche Strukturen sind nützlich?

Wie können Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe erfolgreich miteinander kooperieren?
3.14 – Vergewisserung – Workshop – 26.08.2021 – 16:15 Uhr (90 min)
Dirk Stiller, Jugendamt Elbe-Elster; Steffen Wieder, Familienhilfe e. V.; Katrin Schönfeld, Jugendamt Havelland; Matthias Nobre de Farias Bölle, LEB e. V.: Bernd Kreissl, Jugendamt Potsdam-Mittelmark; Thomas Lettow, Stiftung JOB
Freie und öffentliche Kinder- und Jugendhilfe zwischen Verantwortungsgemeinschaft und Geschäftsbeziehung. Anhand von Praxisbeispielen aus der Arbeit von Jugendämtern soll diskutiert werden, wie eine kooperative und erfolgreiche Zusammenarbeit von öffentlichen und freien Trägern zum Wohl von Kindern und Jugendlichen gelingen kann.

Die Schulsozialarbeit im digitalen Wandel
3.15 – Wandel – Workshop – 26.08.2021 – 16:15 Uhr (90 min)
Christian Raschke und Robert Vogel – Stiftung SPI, NL Brandenburg NW, Sozialarbeit an Schule Potsdam
Die Schulsozialarbeit ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der sozialpädagogischen Arbeit in der Landeshauptstadt Potsdam und festgelegt im Gesamtkonzept Schule/Jugendhilfe. Sie findet mittlerweile an 15 weiterführenden Schulen und Oberstufenzentren statt. Wie überall in der Jugendhilfe stellte auch die Schulsozialarbeit der weiterführenden Schulen in Potsdam die alltägliche sozialpädagogische Arbeit im Zuge der Corona-Krise vor neue Herausforderungen. Wie konnte der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern gehalten werden? Welche neuen Angebote wurden gemeinsam erprobt? Welche Rolle spielte die Digitalisierung in der alltäglichen Arbeit? Wo sind neue Chancen für die Schulsozialarbeit – auch im digitalen Kontext – entstanden? Wir erörtern unsere Arbeitsweise und (digitale) Umstellung in der Schulsozialarbeit und wollen ebenso mit euch in den Erfahrungsaustausch gehen. Dazu gibt es die Methode des Worldcafés, um gemeinsam Best Practice-Beispiele zu verschiedenen Kernarbeitsbereichen der Schulsozialarbeit zu erarbeiten und diese anschließend vorzustellen.

Wozu brauchen wir Jugendarbeit? – Interessenvertretung im Arbeitsfeld
4.13 – Vergewisserung – Fachforum – 27.08.2021 – 11:15 Uhr (90 min)
Sebastian Müller – Fachverband Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.
Es ist Teil des jugendarbeiterischen Auftrags, die Bedürfnisse und Interessen junger Menschen im Gemeinwesen zu kommunizieren und die Mitwirkungsrechte der Adressatinnen und Adressaten zu stärken. Lobbyarbeit qualifiziert dabei die öffentliche Debatte durch Fachwissen und Erlebnisberichte. Soziale Arbeit stößt jedoch häufig an die Grenzen der eigenen Reichweite und Sichtbarkeit. Was es braucht, sind abgestimmte Strategien einer regionalen Interessenvertretung für die Belange junger Menschen. Das Fachforum vermittelt Grundlagen der Lobbyarbeit und diskutiert zukunftsfähige Strategien zur Stärkung des Arbeitsfeldes.

Übergänge gestalten – Wirkung und Grenzen von Schulsozialarbeit in Cottbus
4.14 – Vergewisserung – Fachforum – 27.08.2021 – 11:15 Uhr (90 min)
Marion Schulze, SSA-Teamleitung; Jörg Matern, SSA-OSZ; Jacqueline Uschmann-Christl, SSA-Grundschule; Peggi Täubner; SSA-weiterführende Schule
Junge Menschen erfahren in ihrer Bildungsbiografie eine Vielzahl von Übergängen, die für die Betroffenen bedeutsame Veränderungen und Herausforderungen mit sich bringen. Diese Entwicklungsaufgaben müssen alle Kinder und Jugendlichen bewältigen. Schulsozialarbeit begleitet und unterstützt sie dabei, realistische und emotional stabile Bildungs- und Berufswahlentscheidungen zu treffen. Mit diesem Ansatz bietet Schulsozialarbeit ein ergänzendes Angebot im Übergangssystem und positioniert sich so konstruktiv im interdisziplinären Handlungsfeld an Schule. Sozialarbeiter:innen und Schulleiter:innen aus unterschiedlichen Schulformen geben Einblick in die Entwicklung des Handlungsfeldes in der Stadt Cottbus und berichten von gemeinsamen Erfahrungen in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Der Blick richtet sich dabei auf die vorhandenen Potentiale, Wirkung und mögliche Grenzen des Arbeitsfeldes Schulsozialarbeit/Sozialarbeit an Schule.

„Wo sollen wir hin?“ – Schrumpfende Räume für junge Menschen im öffentlichen Raum
4.15 – Wandel – Fachforum – 27.08.2021 – 11:15 Uhr (90 min)
Julia Schultheiss, Stadtjugendring Potsdam e. V.; Katharina Tietz, Chill out e. V.; Olaf Caesar, Stiftung SPI, Wildwuchs Streetwork – Stadtjugendring Potsdam e. V.
Der öffentliche Raum ist für eine Stadtgesellschaft als Gesamtes zunehmend wichtig. Wie kann man gemeinsam Orte schaffen, die von allen genutzt werden können, ohne dass es zu Konflikten kommt? Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sowie widerstrebenden Interessen treffen aufeinander. Häufig kommt es dabei zu Konflikten zwischen Jugendlichen sowie Anwohnerinnen und Anwohnern. Passantinnen und Passanten fühlen sich durch Menschen ohne Wohnsitz gestört und die Perspektiven von Mädchen und ihren Bedürfnissen werden häufig gar nicht wahrgenommen. Doch wer bestimmt eigentlich, wie die jeweiligen öffentlichen Räume zu nutzen sind? Wieviel Beteiligung und Aneignung ist erwünscht? Wir wollen mit euch darüber ins Gespräch kommen und diskutieren, wie wir öffentliche Räume so gestalten können, dass sie allen Bedürfnissen gerecht werden. Geplant ist, die privilegierten Perspektiven zu betrachten und durch solche zu ergänzen, die sonst in der Debatte um öffentliche Räume keine Resonanz haben.

Angebote mit Qualität und Wirkung umsetzen
5.13 – Wandel – Workshop – 27.08.2021 – 13:15 Uhr (90 min)
Sebastian Müller, Fachverband Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.; Sascha Quäck, Jugendbildungszentrum Blossin e. V.
Professionalität ist nicht zwangsläufig ein Garant für gute und gelingende Jugend(sozial)arbeit. Zunächst muss definiert sein, was das „Gute“ und „Gelingende“ überhaupt ist. Wirkungsvolles Handeln setzt an einer strukturell implementierten Vorstellung von Planungsqualität und einer sich reflektierenden Arbeitsweise von Fachkräften an. Die Wirkungsorientierung kann ein Werkzeug und Gestaltungsmittel von Jugendarbeiterinnen und –arbeitern sein, um ein auf die Lebenswelten junger Menschen sowie die Vorstellungen der Kostenträger angepasstes und partizipativ mit den Mitarbeitenden und Adressatinnen sowie Adressaten entwickeltes Konzept zu erarbeiten. Im Vordergrund steht dabei nicht die Etablierung einer bestimmten formalen Norm, sondern die Verständigung zu den fachlich wie gesetzlich formulierten Aufträgen von Jugend(sozial)arbeit sowie die Implementierung von Qualitätsselbstverständnis.

Die Quelle alles Guten liegt im Spiel” – auch bei e-Sports und Gaming?!?
5.14 – Wandel – Fachforum – 27.08.2021 – 13:15 Uhr (90 min)
Jessica Euler, Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V.; Prof. Dr. Judith Ackermann (Fachhochschule Potsdam); Klaus Hinze, Patrick Schölze, Cottbus e-Sport e. V.; N.N., Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen, angefragt
Die Bedeutung des Spielens ist in der Pädagogik unumstritten, aber gilt das auch für digitale Spiele? Diese haben heute nicht nur einen festen Platz im Medienalltag junger Menschen, es haben sich auch unterschiedliche Jugendkulturen rund um die verschiedenen Genres entwickelt. eSports kann für Jugendliche ein beruflicher Wunsch sein, für den sie trainieren und im Rahmen von Meisterschaften um Preisgelder spielen. Demgegenüber stehen Kritik und Warnungen vor problematischen Aspekten. Mit der Anerkennung der Computerspielstörung (Gaming Disorder) als eigenständigem Krankheitsbild ab 2022 erhalten diese Bedenken größere Bedeutung. Die Integration digitaler Spiele in das pädagogische Angebot ermöglicht der Jugendarbeit einen begleiteten Rahmen und Strukturen anzubieten, in dem junge Menschen sich ausprobieren und ihren Interessen folgen können. In der Diskussion sollen die verschiedenen Perspektiven aufgegriffen und erläutert werden, wie diese einander bereichern können.

Die Jugendarbeit der Domowina: Sprache und Kultur der Sorben/Wenden bewahren – alte Pfade oder neue Wege?
5.15 – Innovation – Projektpräsentation – 27.08.2021 – 13:15 Uhr (60 min)
Franziska Albert, Domowina – Regionalverband Niederlausitz e. V. – In Kooperation mit dem Team Sozialarbeit an Schulen Cottbus
Auf welche Art und Weise verbindet die Domowina – Regionalverband Niederlausitz e. V. die Pflege der sorbischen/wendischen Sprache und Kultur und ihre Aufgaben als Träger der freien Jugendhilfe? Wo ist sie im Land Brandenburg aktiv? Was ist ihre Zielgruppe? Und welche besonderen Herausforderungen bringt die Jugendarbeit im zweisprachigen Siedlungsgebiet mit sich? Diese und andere Fragen möchte die Projektpräsentation beantworten.

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